Zwischentöne – Wenn Bilder Gefühle sichtbar machen

Ich denke eine Gemeinschaftsausstellung ist immer etwas Besonderes. Doch unsere Ausstellung „Zwischentöne“ war für uns mehr als nur das Präsentieren von Bildern, sie war ein emotionaler Meilenstein. Zum ersten Mal die eigenen Fotografien großformatig gedruckt an der Wand zu sehen, ist ein Moment, der kaum in Worte zu fassen ist. Die Anspannung fällt ab, die vielen Stunden der Planung, des Bilder-Sortierens, Bearbeitens und Organisierens bekommen plötzlich Sinn. Man spürt: Die ganze Vorarbeit hat sich gelohnt.

Es ist dieses unbeschreibliches Gefühl, wenn man vor seinen eigenen Werken steht und gleichzeitig erlebt, wie andere Menschen innehalten, schauen, fühlen und ihre eigenen Gedanken darin entdecken. Genau darum geht es bei Zwischentöne.

Einblicke 

Über die Ausstellung

ZWISCHENTÖNE
Stille Laute der Natur. Elemente, Flora und Fauna, die auf jeden Einzelnen eine besondere Wirkung haben können.
All das, was nicht unmittelbar sichtbar ist, sondern vielmehr erlebt, gefühlt und mit dem eigenen inneren Auge und der eingebrachten Intensität wahrgenommen wird, kann unterschiedlichste kreative Prozesse hervorrufen. So entstehen Zwischentöne.

Diese Welten miteinander zu verknüpfen, sodass ein Transport der jeweils wahrgenommenen Zwischentöne dem Betrachter der Werke zugänglich gemacht wird, ist unsere Leidenschaft.
Mittels unterschiedlicher Foto- und Bearbeitungstechniken werden die jeweils vom Fotografen erlebten Zwischentöne sichtbar gemacht.
Mal erfolgt dies durch die angewendete Aufnahmetechnik, mal durch digitale Bearbeitung, Erweiterung oder auch mittels Poesie.
Erleben Sie Aufnahmen, die es ermöglichen, in die Welt der Zwischentöne einzutauchen.

Text von Tatjana Senz

Ein Blick aus Sicht des Atelierinhabers

Besonders wertvoll war für uns der persönliche Erfahrungsbericht von Rolf Sellmann, dem Inhaber des Ateliers, der uns seinen Raum für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt hat:

Über einen Instagram-Kontakt zu Jan Wuttke kam die erste Fotoausstellung in meinem Atelier in Perleberg zustande. Hier zeige ich auch regelmäßig Arbeiten von anderen Künstlern aus allen Bereichen, die mich interessieren. Im Bereich Fotografie bin ich Laie. Ich „knipse“ zwar leidenschaftlich gerne mit dem Handy, aber das macht ja heute jede und jeder.

So war ich ein wenig gespannt, was mir die Fotografen so anbringen würden. Ich hatte vor der Ausstellung nicht unbedingt eine Idee davon, was „ICM-Fotografie“ bedeutet, bin aber immer offen für Neues.

Sehr beeindruckt war ich schon beim Aufbau der Ausstellung. Die drei Fotografen sind sehr professionell und hatten alles im Detail vorbereitet – inklusive Hängeplan. Einen so entspannten Aufbau hatte ich mit anderen Künstlern bisher selten. Chapeau!

Dann hingen die Arbeiten und ich war total begeistert von der künstlerischen Qualität und Ausstrahlung der Fotos. Da ich in dem Atelier auch selbst arbeite, war ich nun für knapp drei Monate von diesen impressionistischen Fotoeindrücken umgeben. Eine beeindruckende Vielfalt besonderer Naturmomente begleitete mich fast täglich für mehrere Stunden und machte auch etwas mit mir.

Ich glaube, dass mir diese Fotos eines nahegebracht haben: die Natur stets offen neu zu betrachten und sich für die Schönheit des Moments zu öffnen.

Auch den Besuchern der Ausstellung gefiel die Sichtweise der drei Künstler sehr. Es gab immer wieder anregende Gespräche und – last but not least – auch eine Anzahl von Verkäufen.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass den drei Fotografen mit dieser Ausstellung vielleicht ein kleiner positiver Schub gegeben werden konnte und sie hoffentlich mit großer Schaffensfreude ihren künstlerischen Weg weitergehen werden.

Rolf Sellmann, Januar 2026

Meine persönliche Perspektive

Für mich persönlich war diese Ausstellung eine unglaublich wertvolle Erfahrung – weit über das Fotografieren hinaus. Ich habe meine eigenen Bilder plötzlich mit ganz anderen Augen gesehen. Nicht mehr nur als digitale Dateien auf einem Bildschirm oder als Posts in sozialen Netzwerken, sondern als echte Werke, die Raum einnehmen, wirken und Menschen berühren.

Diese Ausstellung hat mir die Augen geöffnet, dass Social Media nicht alles ist. Likes, Reichweite und schnelle Reaktionen können niemals das ersetzen, was ein persönliches Gespräch, ein ehrliches Feedback und ein direkter Austausch bewirken. Wenn jemand vor einem Bild stehen bleibt, Fragen stellt, eigene Gefühle und Gedanken teilt oder eine ganz andere Interpretation entdeckt, entsteht etwas Tieferes. Genau diese Momente haben mich besonders berührt.

Der kreative Austausch mit den anderen Künstlern und den Besuchern hat mir neue Blickwinkel eröffnet. Zu hören, was andere in meinen Bildern sehen und fühlen, hat noch einmal etwas in mir bewegt und meine eigene Wahrnehmung erweitert. Es motiviert, inspiriert und macht Mut, neue Wege zu gehen und sich weiterzuentwickeln.

Ich nehme aus dieser Ausstellung nicht nur schöne Erinnerungen mit, sondern auch neue Impulse, mehr Vertrauen in meine Arbeit und die Gewissheit, dass echte Begegnungen und gemeinsames Erleben einen unschätzbaren Wert haben. Zwischentöne war für mich ein wichtiger Schritt – künstlerisch wie persönlich.

 

Dankbarkeit und gemeinsame Freude

Mein besonderer Dank gilt Tatjana Senz und Jan Wuttke, für den kreativen Austausch, die gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Ziel haben diese Gemeinschaftsausstellung zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Ebenso danken ich von Herzen Rolf Sellmann, der sein Atelier für uns geöffnet und uns diesen wunderbaren Raum zur Verfügung gestellt hat. Ohne seine Offenheit, sein Vertrauen und seine Begeisterung für Kunst wäre diese Ausstellung nicht möglich gewesen.

Zwischentöne hat uns gezeigt, wie viel Kraft in gemeinsamer Kreativität steckt – und wie berührend es ist, wenn Bilder nicht nur gesehen, sondern wirklich gefühlt werden.

 

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